Forschungsdatenmanagement
- Forschungsdaten sind alle Daten, die während des Forschungsprozesses entstehen oder dessen Ergebnis sind.
- Unter Forschungsdatenmanagement (FDM) versteht man alle Schritte im Umgang mit Forschungsdaten – von der Planung des Forschungsprojektes über die Generierung, Aufbereitung, Verarbeitung, Analyse und Aufbewahrung der Daten bis hin zu ihrer Veröffentlichung sowie Langzeit-Archivierung bzw. Löschung.
- Ziel des Forschungsdatenmanagements ist es, Forschungsergebnisse möglichst zugänglich, nachvollziehbar und nachnutzbar zu machen. Forschungsdatenmanagement garantiert dadurch die Integrität und Qualität wissenschaftlicher Arbeit.
Forschungsdatenmanagement – Wo fange ich an?
- Machen Sie sich mit der Forschungsdaten-Policy der Universität Augsburg vertraut.
- Informieren Sie sich zu den Angeboten und Standards in Ihrem Fachgebiet:
- Informationen zu Ihrem Fach auf forschungsdaten.info
- Gibt es eine einschlägige Empfehlung eines DFG-Fachkollegiums?
- Gibt es ein passendes NFDI-Konsortium (Nationale Forschungsdateninfrastruktur) für Ihre Daten?
Wie unterstützen wir Sie?
Unser Team berät Sie gerne zum Forschungsdatenmanagement in allen Phasen Ihres Projekts:
- Datenmanagementpläne und Textbausteine
- Förder- und Drittmittelanträge
- Datenschutz
- Dokumentation von Forschungsdaten mit Metadaten
- Archivierung digitaler Daten
- Archivierung analoger Daten
- Veröffentlichung von Forschungsdaten gemäß der FAIR-Prinzipien
- Auswahl eines Repositoriums
- Creative Commons-Lizenzen
- Datenpublikationen
Was ist FAIR Data?
Ziel des Forschungsdatenmanagements ist es nicht, alle Daten ohne Einschränkungen öffentlich frei verfügbar zu machen. Ein verantwortungsvoller und transparenter Umgang mit Forschungsdaten orientiert sich an den FAIR-Prinzipien.
FAIR steht dabei für:
Daten sind für andere Forschende und für Maschinen leicht auffindbar. Dies wird erreicht durch
- eindeutige und persistente Identifikatoren (z.B. DOI)
- umfangreiche Dokumentation der Daten (Entstehung, Weiterverwendung, etc.) durch Metadaten
- standardisierte Metadaten und kontrollierte Vokabulare
Daten sind langfristig zugänglich und für Mensch und Maschine abrufbar. Dies wird erreicht durch
- Zugriff über standardisierte, offene, freie Protokolle
- klar definierte Nachnutzungsbedingungen (nicht automatisch offen/frei!)
- langfristige Vorhaltung der Metadaten, auch wenn Forschungsdaten selbst nicht (mehr) zugänglich sind
Daten sind technisch nachnutzbar und – durch Mensch und Maschine – mit anderen Datensätzen kombinierbar. Dies wird erreicht durch
- allgemein übliche, zugängliche und vorzugsweise offene Standards und Formate
- kontrollierte Vokabulare, Thesauri und Ontologien
Daten sind für zukünftige Forschung nachnutzbar, d.h. verständlich und interpretierbar. Dies wird erreicht durch
- ausführliche Beschreibung mit genauen und relevanten Attributen
- eindeutige und zugängliche Nutzungslizenzen
- detaillierte Provenienz-Informationen zur Entstehung der Daten
- Aufbereitung nach relevanten fachspezifischen Standards
Downloads
- Leitlinien zum Umgang mit Forschungsdaten an der Universität Augsburg: Forschungsdaten-Policy
- Guidelines for Handling Research Data at the University of Augsburg: Research Data Policy
Ihre Kontakte in der Bibliothek
Kontakt Forschungsdatenmanagement
Beratung zum Thema Forschungsdatenmanagement
Universitätsbibliothek
Telefon: +49 821 598 - 72155
E-Mail:
forschungsdaten@bibliothek.uni-augsburg.de
(Gebäude E)
Team Forschungsdatenmanagement