Schwerpunkt: Geowissenschaften

Kurzbeschreibung:

 

Das Projekt Geogeo hat zum Ziel, eine sachgerechte und methodisch angepasste Auseinandersetzung mit geowissenschaftlichen Inhalten im Geographieunterricht zu fördern. Dabei werden theoretische Überlegungen zum systemischen Ansatz der Geowissenschaften, zu einem konstruktivistischen Lernverständnis sowie zu individuellem und situativem Interesse an geowissenschaftlichen Gegenständen in konkrete Konzeptionen überführt, erprobt und beforscht.
Zu diesen theoriegeleiteten Konzepten zählen u.a. die fachdidaktische Aufwertung von Geoparks, Fort- und Weiterbildungen von Lehrkräften der Lehrplanalternative Geologie, Methoden für geowissenschaftliche Exkursionen im Geographieunterricht und für einen geowissenschaftlichen Unterricht an außerschulischen Lernorten.

 

Hierbei entstehen theoriegeleitete Unterrichtskonzepte und -materialien, wie z.B. der Geo-Erlebnispfad Scheidegger Wasserfälle, Lehrerhandreichungen für den UNESCO Geopark Ries, das RiesKraterMuseum, sowie Fort- und Weiterbildungen von Lehrkräften der Lehrplanalternative Geologie, Methoden für geowissenschaftliche Exkursionen im Geographieunterricht und für einen geowissenschaftlichen Unterricht an außerschulischen Lernorten.

 

Ansprechparter:

Martin X. Müller

Erlebnis-Geotop Lindle
Erlebnis-Geotop Lindle © Universität Augsburg
Schüler im Geotop
Schüler im Geotop © Universität Augsburg
Schüler bei einer Rallye
Schüler bei einer Rallye © Universität Augsburg
Lerntheke Nördlinger Ries
Lerntheke Nördinger Ries © Universität Augsburg
Steine erzählen ihre Genese in Augmented Reality im Erlebnis-Geotop Scheidegger Wasserfälle
Steine erzählen ihre Genese in Augmented Reality im Erlebnis-Geotop Scheidegger Wasserfälle © Universität Augsburg
Geröll polieren an der Forscherstation im Erlebnis-Geotop Scheidegger Wasserfälle
Geröll polieren an der Forscherstation im Erlebnis-Geotop Scheidegger Wasserfälle © Universität Augsburg

Publikationen

 

Workshops, Fortbildungen

  • "Geowissenschaftliche Exkursionen zwischen Alpen und Alb" Fortbildungslehrgang an der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung, Dillingen. 02. – 04. 07.2025
  • "Can interest in the human impact on the environment be promoted?“, IGU-CGE Conference, Oxford, 05.07.2023.
  • „Interest in the human impact on the environment among 11-year-olds. Depiction, conceptual implications and concrete ways of fostering it on geographical excursions.” Session „En Anthropocène, Quelle Didactique De La Géographie?“, International Geographic Union Centennial Congress, Paris, 18.07.2022.
  • „Förderwege für das Interesse an geowissenschaftlichen Inhalten durch eine Arbeitsexkursion im Nördlinger Ries.“, DKG Kiel, September 2019.
  • „Interesse an geowissenschaftlichen Inhalten: Identifikation selbstbekundeter und latenter Strukturen im individuellen Interesse sowie regressionsanalytische Untersuchung situationaler Stimuli zur Interessenförderung.“ HGD Symposium Münster, Oktober 2018.
  • „Erstellung kompetenzorientierter Exkursionskonzepte.“ Fortbildungslehrgang an der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung, Dillingen. 13.10.17.
  • „Geographische Arbeitsexkursion in das Erlebnisgeotop Lindle.“ Fortbildungslehrgang an der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung, Dillingen. 11.10.17.
  • „Interesse an geowissenschaftlichen Inhalten – topologische Struktur und Typenbildung.“ Fachsitzungsbeitrag beim Deutschen Kongress für Geographie. Tübingen, 01.10.2017.
  • „Kompetenzorientiertes Arbeiten am außerschulischen Lernort RiesKraterMuseum“. Fortbildungslehrgang der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung. Nördlingen, 18.01.2017.
  • "Geowissenschaftliche Inhalte innovativ lernen mit der Lerntheke „Vernetztes Wissen zum Riesereignis". 17. Bayerischer Schulgeographentag. Eichstätt, März 2016.
  • "Außerschulische Lernorte am Beispiel des Geopark Ries. Lehrerfortbildung des Nationalen Geopark Ries." Reimlingen, November 2015.

 

Geo-Erlebnispfad Scheidegger Wasserfälle

Scheidegger Wasserfälle im Oktober 2021
Scheidegger Wasserfälle im Oktober 2021 © Universität Augsburg
Reliefmodell mit Augmented Reality Layers
Reliefmodell mit Augmented Reality Layers © Universität Augsburg
Findlinge des Rheingletschers
Findlinge des Rheingletschers © Universität Augsburg
Klassenzimmer im Freien (im Hintergrund: Betriebsgebäude mit Seminarraum, Kiosk, Toiletten)
Klassenzimmer im Freien (im Hintergrund: Betriebsgebäude mit Seminarraum, Kiosk, Toiletten) © Universität Augsburg
Bild 9
© Universität Augsburg
Arbeitsfläche zum Schleifen und Polieren von Flussgeröll an der „Forscherhütte“
Arbeitsfläche zum Schleifen und Polieren von Flussgeröll an der „Forscherhütte“ © Universität Augsburg
Konglomerat Geröll berichtet über seine Entstehung per Schautafel mit Augmented Reality Layer
Konglomerat Geröll berichtet über seine Entstehung per Schautafel mit Augmented Reality Layer © Universität Augsburg

Die Scheidegger Wasserfälle bilden eines der eindrucksvollsten Geotope im deutschen Alpenvorland. In zwei unmittelbar aufeinander folgenden Geländestufen stürzt hier der zuvor noch friedlich dahin fließende Rickenbach gute 40 Meter in die Tiefe, um anschließend in der unzugänglichen und naturbelassenen Rohrach-Schlucht zu verwinden. In aufschlussreicher Weise zeugen die Scheidegger Wasserfälle dabei von einer komplexen und dynamischen Landschaftsentwicklung: von der wechselvollen Sedimentation konglomeratischer Grobsedimente und mergelig-sandiger Feinsedimente der Ur-Alpen (teils unter marinen, teils unter terrestrischen Bedingungen) sowie von der quartären Eisüberdeckung und der nachfolgenden fluvialen Erosion, welche die Stufen schließlich herauspräparierte.

 

Die vor Ort erlebbaren geowissenschaftlichen Inhalte dieses Geotops, gemäß des LfU eines der schönsten Bayerns, wurden durch Dr. Martin X. Müller (Lehrstuhl für Didaktik der Geographie an der Universität Augsburg) für einen „Geo-Erlebnispfad“ strukturiert und im Sinne einer anschaulichen Vermittlung aufbereitet. Als Zielgruppen wurden einerseits in die Thematik Landschaftsentwicklung interessierte Tagestouristen („Geotourismus“) ausgemacht, aber auch Schulklassen und Exkursionsgruppen, die das Geotop als außerschulischen Lernort nutzen können. Eine Ausstattung mit Seminarraum, Klassenzimmer im Freien, Verpflegungsmöglichkeit und Toiletten unterstützt dies. Um den unterschiedlichen Zielgruppen passende Zugänge zu den geowissenschaftlichen Inhalten zu bieten, wurde eine zweistufige Vermittlung konzipiert, die einerseits erlebnisorientiert (u.a. durch Augmented Reality App, haptische Elemente, Quiz) und darüber hinaus mit Vertiefungsmöglichkeit (Modelle, Exponate, Schautafeln, Fachtexte auf Webseite) für Interessierte bereitstellt.

 

 

 

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